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Wenn Mitarbeiter modeln

Wenn Mitarbeiter modeln

Besuch des Magazins „Alblust „ bei uns
Wäsche die nicht nur bei Size-Zero-Models gut aussieht – Comazo Lieblingswäsche!
Habt ihr uns schon in der aktuellen Ausgabe der Alblust entdeckt?

Das Alblustmagazin hatte das Vergnügen, uns bei unserem letzten Kampagnen-Shooting im Dezember zu begleiten und einen Blick hinter die Kulissen zu werfen. Vielen dank an das Team für den tollen und sehr authentischen Beitrag!

Seid ihr bereit? Los geht´s mit einer kleinen Preview:

Die Kissenschlacht ist in vollem Gang, da grätscht Anastasia Majevski dazwischen: „Die Decke sollte besser nicht über dem Fuß liegen, das sieht nicht gut aus.“ Also schlägt Patricia Müller-Schäfer die Bettdecke zur Seite, schnappt sich wieder ein Kissen und wirft noch mal. Die Scheinwerfer sind angeschaltet, der Fotograf hält drauf, während Anastasia konzentriert auf den Monitor schaut, auf dem die Bilder in Echtzeit einlaufen. Im wirklichen Leben ist Patricia kein Model, sondern bei der Firma, deren Unterwäsche sie gerade trägt, im Store- Management-Team beschäftigt. Die 41-Jährige hat ganz bestimmt keine Modelmaße, aber Spaß an dem, was sie gerade tut. Das sieht man den Bildern an und darum geht es: Um Authentizität und Natürlichkeit. „Wir zeigen mit den Bildern, dass unsere Wäsche nicht nur bei Size-Zero-Models gut aussieht“, sagt Patricia selbstbewusst. „Ich steh zu mir und meiner Figur, das vermitteln wir den Kunden.“ Bei Comazo, dem Wäschehersteller aus Albstadt, gibt es mehrmals im Jahr solche Fotoshootings. Dann werden die Schlafanzüge, Unterhemden, Pantys, BHs und Slips aus den neuen Kollektionen am Körper der Menschen fotografiert, die sich um ihre Herstellung und den Vertrieb kümmern. 2009 fand die Aktion zum ersten Mal anlässlich des 125-jährigen Firmenjubiläums statt. Es gab viel Beifall von allen Seiten, gute Presse und viel Resonanz von Kunden. Dass das gesparte Budget für Profi-Models wohltätigen Zwecken, wie einem Schulprojekt in Soweto oder einem Kinderhospiz, zugutekommt, hat der Aktion noch mehr Rückenwind gegeben. Seitdem sind keine Models, sondern nur noch Mitarbeiter auf den Produktbildern zu sehen.

Anastasia Majevski kennt es nicht anders. Die 25-Jährige arbeitet für den Onlineshop und hat die Fotoproduktion vorbereitet. Sie hat die Wäschekollektionen in den passenden Größen auf die Ständer gehängt und sich vorab bei der Konkurrenz und bei Agenturbildern umgeschaut, was es für Motive und Bildideen gibt, die zu deneigenen Stücken passen könnte. Anastasias Blick ist geübt, ihr Tempo erstaunlich. Eine Fotoassistentin könnte kaum professioneller sein. Dass dieses weiße Hemdchen unschöne Falten wirft, sieht sie sofort und zupft sie gleich weg. Und dass Patricia besser das längere als das kürzere Jäckchen tragen sollte, entgeht ihr ebenso wenig. Ob ein Foto tatsächlich als Anzeige gedruckt wird oder im E-Shop online geht, das können die Mitarbeiter ganz zum Schluss noch selbst entscheiden: Sie haben Vetorecht.  Drei Laienmodels sind heute am Start in Keidels Fotostudio in der alten Fabrik in Hechingen. Wobei von Laien eigentlich keine Rede sein kann: Patricia ist schon zum zweiten Mal dabei und zeigt keine Scheu mehr vor der Kamera. Für Vivien Beuter, die bei Comazo Industriekauffrau lernt, ist es zwar das erste Mitarbeiter-Shooting, dafür gehört sie zur Generation Instagram und wirft dem Fotografen Kusshändchen vor der weißen Wand zu, als ob sie nie etwas anderes gemacht hätte. „Ich finde die Idee der Kampagne einfach gut“, erklärt sie ihre Motivation. Svenja Wagner kümmert sich bei Comazo um die Marke in der digitalen Welt und zeigt, dass es kein Schaden ist, wenn man mit Heidi Klum und „Germany’s Next Top Model“ groß geworden ist. Jede Pose sitzt, aber wie.

Nur Johannes-Georg Knorr ist blutiger Anfänger im Fotobusiness. Der 79-Jährige ist aus Schorndorf angereist und kein Mitarbeiter im Ruhestand, sondern Kunde. „Ich finde es toll, dass die hier so stolz auf ihre Produkte sind, es hat mir imponiert, wie eng die Werksangehörigen eingebunden sind. Das ist in der Autoindustrie, aus der ich komme, ganz anders.“ Seiner Begeisterung hat er in einer E-Mail Ausdruck verliehen, die Einladung folgte prompt. Jetzt ist er hier, trägt einen Shorty, also einen kurzen Schlafanzug, und genießt die Situation. „Hier ist nichts verkrampft“, sagt er. Mitarbeiter, die ihre Haut zu Markte tragen, sich eine Blöße geben und vor der Öffentlichkeit mit allen Makeln und Pölsterchen sichtbar sind – das könnte tatsächlich ein großer Krampf sein.

Bei Comazo ist das anders. Wahrscheinlich, weil der textile Umgang mit Intimzonen Kern der Arbeit ist. Zumindest sind es die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gewohnt, dass man sich bei Besprechungen auch kurz mal ein Wäschestück anzieht, um zu sehen, ob eine neue Idee funktioniert oder nicht. Das erzählt Geschäftsführer Christoph Maier im Besprechungszimmer des altehrwürdigen Firmengebäudes in Albstadt-Tailfingen. Auch hier hängen Hemdchen, Bustiers und Shirts ständerweise. Die Idee, die Wäsche an den eigenen Angestellten zu präsentieren, ist nicht auf Maiers Mist gewachsen – darauf legt er großen Wert. „Mitarbeiter hatten das damals aufgebracht, ich war skeptisch“, erinnert er sich. „Ist das wirklich okay, macht das die Leute nicht verletzlich?“ Nach zwei Tagen haben sich von den rund 100 Angestellten 35 gemeldet, die mitmachen wollten. „Es waren Leute aus allen Abteilungen und allen Altersklassen. Das hat mich überzeugt.“

Der Manager, der alles andere als ein Lautsprecher ist, war auch schon zwei Mal dabei. Dass er in Unterhosen vor seinen Mitarbeitern stand, war dabei das geringste Problem. „Mit fällt es halt schwer, das Fotogesicht anzuschalten“, sagt der promovierte Wirtschaftswissenschaftler selbstkritisch. Möglicherweise fällt ihm das in Johannesburg leichter. Dort lebt seine Familie. Christoph Maier, Jahrgang 1967, der Urenkel des Firmengründers Conrad Maier, pendelt zwischen den Kontinenten und ist überall erreichbar.

Haben wir euer Interesse geweckt? Möchtet ihr noch mehr über uns als Team und unserre Philiosophien erfahren? Den gesamten Artikel gibt´s ab sofort in der aktuellen Ausgabe "Alblust-Frühjahr 2020". Neben unserem Artikel gibt es viele tolle weitere Storys von A, wie Alb extrem, Albwasserversorgung, Albverführer und Ackerwildkräuter, bis Z, wie Zuckergässle und Zillhauser Wasserfall.

Ihr solltet jetzt nicht extra deshalb aus dem Haus - aber die Zeitschrift ist in vielen Geschäften erhältlich, in denen man Lebensmittel kaufen kann.
Wir wünschen viel Spaß beim Lesen! 

 Euer Comazo-Team ❤